Geschichte

Die Zeit vor der Gründung 1871-1902

Der Flecken Bassum bildete mit Freudenberg, Loge  sage und schreibe insgesamt 18 umliegenden Landgemeinden seit 1871 einen sogenannten Spritzenverband.
Eine Polizeiverordnung vom 2. August 1901 stellte das Feuerschutzwesen in der Provinz Hannover auf eine neue rechtliche Basis, die besagte, das die Gemeinden zukünftig den Feuerschutz sicherzustellen haben.
Der amtierende Bürgermeister Schweers hatte zur Gründungsversammlung am  19. Januar 1902 ins Gasthaus Buschmann eingeladen.
 
Am 16. März 1902 fand die erste Versammlung im Gasthaus Danne statt. Der Bürgervorsteher Fritz Meyer gab das von einigen Mitgliedern des Magistrats und des Bürgervorsteher-Kollegiums entworfene Statut bekannt. Durch die einstimmige Annahme des Statuts war die Freiwillige Feuerwehr offiziell mit einer Stärke von 77 Kameraden gegründet. In der gleiche Versammlung wurde das erste Kommando der Wehr gewählt. Malermeister Fritz Meyer wurde Hauptmann und Brandmeister, Ludwig Sagemann, Baugewerksmeister, wurde Führer der Steigerabteilung und stellvertretender Brandmeister, Kaufmann Heinrich Menke wurde Schrift und Rechnungsführer.

1902 - 1943

Die erste neugekaufte Feuerwehrspritze der Freiwilligen Feuerwehr Bassum. Gekauft am 30.06.1902 - Hersteller Fa. Louis Tidow, Hannover - Bedienung 16 Mann - Strahlweite 33-36 Meter - Selbsansaugend
Die von der Pflichtfeuerwehr übernommenen Ausrüstungsgegenstände waren nicht ausreichend, so daß im Jahre 1913 eine weitere Handruckspritze angeschafft wurden. Die dann folgenden Kriegs und Nachkriegsjahre brachten einen allgemeinen technischen Fortschritt. 1925 wurde eine leistungstarke Motorspritze Marke Magirus angeschafft. Der erste Einsatz dieser Spritze war am 17. Dezember 1925 in der Sandstr. bei „Brand“. In dem Bericht über diesen Brand heißt es wörtlich „Zum ersten Male trat die neue Magirus Motorspritze in Tätigkeit und leistete vorzügliches. Im kurzen Augenblick war das Feuer im Keim erstickt.“

Man war erstaunt über Leistung und Wirkung“. Da kein Fahrzeug zur Beförderung der Motorspritze vorhanden war, mußte man sich den Postbus ausleihen oder auf Pferdegespanne zurückgreifen. Dieser zeitraubenden Umstand wurde 1926 mit dem Kauf eines Mannschaftswagen für 20 Kameraden abgeholfen. Dieser Kraftwagen erwies sich im Laufe der Zeit als zu langsam. Durch einen Gelegenheitskauf im Jahre 1937 kam man zu einem zweiten Manschaftswagen vom Typ Mercedes, der in bezug auf Leistung und Geschwindigkeit das erwartete noch übertraf. Dieses Fahrzeug trug dazu bei, das die Freiwillige Feuerwehr Bassum stets in kürzester Zeit bei der Brandstelle eintraf.

Im Jahre 1943 wurde noch ein komplettes Löschfahrzeug LF 8, für 10 Mann Besatzung angeschafft. Dieses Fahrzeug wurde während der Kriegsjahre ausschließlich bei Großbränden in Bremen , Hannover usw. eingesetzt, während die Magirusspritze für den örtlichen Gebrauch zur Verfügung stand. 1945 wurde ein PKW dazu gekauft, der für alle Zwecke verwand wurde.
 
Ebenfalls 1945 wurden durch die Alliierten Truppen der Mercedes Mannschaftswagen, das LF 8 mit neuem Schlauchmaterial von ca. 1100m Länge sowie der Personenwagen requiriert. Etwas später kam auch noch die Magirusspritze dazu, die aber auf betreiben des damaligen stellvertretenden Bürgermeisters Johann Brems und des Ortsbrandmeisters Gerhard Bußmann zurückgegeben wurde. Auf dem Hof von Christian Albers, Bahnhofstr. wurde das Fahrzeug mit alten, nicht mehr heilen Schlauchmaterial in Empfang genommen.
 
Das Spritzenhaus war inzwischen von den Alliierten zu einer Badeanstalt umgewandelt worden. Erst nach mehreren Monaten wurde es wieder frei gegeben. Später wurde noch eine tragbare Spritze von den Alliierten übergeben. Die nach einem Umbau betriebsfähig wurde, und bis Mitte der Fünfziger Jahre ihren Dienst tat.
Zum ersten Einsatz nach dem Kriege kam es dann am 9. September 1945 beim Bahnhofsbrand. Im Jahre 1946 wurde dann auf Antrag der Freiwillige Feuerwehr Bassum von der Besatzungsmacht noch ein Manschaftswagen für 25 Kameraden, sowie aus privater Hand eine fahrbare Leiter von 17m Länge erworben.

1946 - 1957

Im Jahre 1957 wurde das alte aus Holz bestehende Spritzenhaus umgebaut. Es entstand ein Klinkerbau mit fünf Einstellplätzen.
Das Schlauchmaterial mußte in den Nachkriegsjahren völlig erneuert werden. 1947 mußte die Freiwillige Feuerwehr Bassum auf Veranlassung der Militärregierung auf 50 Kameraden reduziert werden, eine Anzahl treuer Kameraden mußten nun schweren Herzens ausscheiden. Im Jahre 1950 wurde diese Beschränkung wieder aufgehoben. In diesen Jahr wurde dann das bis dahin größte Löschfahrzeug erworben, ein LF 25 von der Landesfeuerwehrschule aus Celle. Dieses Fahrzeug konnte 2500 Liter Wasser pro Minute fördern und war zusätzlich noch mit einem Schaumlöscher ausgerüstet

1957 - 1984

In den folgenden Jahren wurde die Ausrüstung ständig auf den neuesten Stand der Technik gebracht. In den Sechziger Jahren wurden unter anderen ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 sowie zwei LF 8 gekauft. Es gab die ersten Funkgeräte und Preßluftatmer. In den Siebzigern kam ein Rüstwagen und Einsatzleitwagen dazu. Die ersten Funkmeldeempfänger (Pieper) wurden eingesetzt.

 

 

 

 

1981 wurden dann die ersten Löschfahrzeuge erneuert. Es begann mit einem LF 8, welches heute in Nordwohlde stationiert ist. Dann kam ein TLF 16, das bis dahin eingesetzte TLF 16 T wurde nach Dimhausen abgegeben. Ein LF 16 TS sowie eine Drehleiter DLK 16/4 SE, namens „OSKAR“, - benannt nach dem damaligen Hauptamtsleiter Oskar Thöle - folgten.

1984 - 2002

1984 wurde dann das Haus der Feuerwehr in der Industriestr. 2 bezogen.
Dieser Neubau war notwendig geworden, weil das bis dahin genutzte Gebäude für die neuen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände viel zu klein war. Das neue Gebäude hat neben 6 Stellplätzen, eine Waschhalle, einen Reparaturplatz mit Grube, Maschinistenwerkstatt, Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer und Ölbindemittelraum, Sozialräume, Schulungsraum, Brandmeisterbüro sowie einen Raum für Einsatzleitung und Kommunikation.
 
In den Neunziger kam ein neuer Einsatzleitwagen, Funkgeräte, Funkmeldeempfänger und Geräte für die technische Hilfeleistung dazu.
Im Jahr 2002 , pünktlich zur 100 Jahr Feier, wurde das bisher letzte Fahrzeug neu angeschaft. Der Rüstwagen nach neuer Norm.